Hey, ich bin Nicole
Ich habe anders.macht Schule gegründet, weil ich Familien begleiten möchte, bei denen Schule nicht mit dem Schulschluss endet.
Wenn der Küchentisch zum zweiten Klassenzimmer wird, deine Gedanken ständig um Hausaufgaben, Anforderungen und Erwartungen kreisen und da dieses leise Gefühl ist: „So wie es gerade läuft, kann es nicht weitergehen!“ – dann gehe ich gern ein Stück des Weges mit dir.
Schule und Kinder begleiten mich eigentlich schon mein ganzes Leben auf verschiedenen Ebenen. Aber lies selbst…
"Immer noch die Mutter der Nation."
Das sagte mein ehemaliger Leistungskurs-Lehrer zu mir, als ich ihm zufällig im Zug begegnete – auf dem Weg zum Brautkleidkauf. Ein unglaublicher Zufall, denn ich fahre eigentlich nie mit dem Bummelzug.
Wir hatten uns fast 20 Jahre nicht gesehen. Ich erzählte von meinen Jahren nach dem Abi, und dann kam dieser Spruch. Er traf den Nagel auf den Kopf – was mir erst in diesem Moment wirklich bewusst wurde.
Die Mutter der Nation: die, die Menschen zusammenbringt, sich kümmert, Verantwortung übernimmt.
Das war ich schon in der Schule – Klassenbuchdienst, Kurssprecherin, Abi-Buch-Gremium, später im Referendariat im Personalrat. Es war auch das, was mich als Lehrerin ausmachte.
Und gleichzeitig das, was mich fast aufgefressen hat.
Einmal Dorfkind, immer Dorfkind
Ich bin in Waldrode aufgewachsen, einem kleinen Dorf, ländlich und überschaubar. Die Eltern meiner besten Freundin hatten einen Bauernhof und ich war fast täglich dort, mehrere Jahre lang. Meine Eltern fragten oft: „Muss das auch sonntags sein?“- Ja, das musste es.
Ich habe dort viel mitgearbeitet: Stroh gemacht, Rüben geerntet, Mais geholt, Kühe gemolken, gemistet. Das, was eben so anstand. Einmal haben wir die Rinne im Kuhstall mit den Händen gesäubert – den Duft hatte ich noch tagelang beim Schreiben in der Schule in der Nase…
Kinder waren ebenfalls schon immer mein Ding. Als Jugendliche habe ich Kindergeburtstage für Bekannte organisiert, war Babysitterin und habe über zehn Jahre lang bei den Ferienspielen Kinder betreut.
Was mich an Kindern fasziniert?
Ihre Sichtweise, ihre unverblümte Ehrlichkeit, ihre Art, die Welt zu sehen. Das liebe ich auch heute noch in meinen Kursen, wenn ich den Gesprächen der Kinder zuhöre und einfach ihre Interaktion miteinander erlebe.
Warum ich Lehrerin wurde
Ich glaube, was mich zur Lehrerin gemacht hat, war diese kindliche Neugier in mir, das Interesse an so vielen Dingen, das ich mir bis heute erhalten habe. Ich wollte den Kindern die Welt zeigen, gemeinsam mit ihnen erkunden, ihnen Raum geben, sie sehen.
Lange Zeit war das auch mein Herzensberuf.
Ich habe gern unterrichtet, mochte die Kinder, die Kollegen und vor allem die besonderen Momente: Klassenfahrten, Projektwochen, die Dinge, die aus dem Rahmen fielen. Zelten bei der Klassenfahrt, weil die Jugendherberge überbucht war. Am letzten Abend kam ein Gewitter, Chaos, alles nass…
Genau solche Momente habe ich geliebt, weil das die Dinge sind, die im Gedächtnis hängenbleiben und an die man sich später gerne erinnert. Nicht der Mathetest, sondern das Gewitter im Zelt.
Das hätte ich gerne ausgeweitet: mehr Ausflüge, mehr Klassenfahrten, mehr Beziehung, mehr echte Erlebnisse. Aber irgendwann wurde mir schleichend klar, dass das System mich nicht so arbeiten lässt, wie ich es gerne tun würde.
Der Moment als es kippte
Schon im Abitur hatte ich einen ersten Moment, in dem ich gespürt habe: Wenn Leistungsdruck kommt, geht Gemeinschaft kaputt. Im letzten Schuljahr wurden plötzlich die Ellbogen ausgefahren. Jeder war auf der Suche – nach dem besten Schnitt, nach dem Platz an der Uni.
Die Abitreffen 20, 25 Jahre später waren viel entspannter, weil jeder seine Sache gefunden hatte und wieder anders miteinander umging.
Als Lehrerin habe ich dann erlebt, wie dieser Druck im System wirkt. Auf Kinder. Auf Eltern. Auf Lehrkräfte. Ich habe oft alles mit nach Hause genommen – nicht nur im Kopf, sondern in meinem Körper, in meinem Herzen.
Dann kam Corona und machte vieles sichtbar, was vorher schon da war. Ich sah die Kinder in der Schule leiden, mit Masken, voneinander getrennt, verunsichert. Genauso sah ich meine eigenen Kinder zu Hause kämpfen.
Immer mehr kam für mich die Erkenntnis: Ich kann nicht mehr Teil eines Systems sein, das Kinder normt, statt sie zu sehen. Am 7. Dezember 2023, nach einem krassen Schultag, habe ich dann entschieden: Ich höre auf, ich gehe, ich mache diesen Job so nicht mehr.
Von der Lehrerin zum Familiencoach
Ich habe das Schuljahr natürlich noch zu Ende gemacht.
In einer begleitenden Supervision sprach ich aus, was mich schon lange beschäftigte: „Ines, in Elterngesprächen fühle ich mich so oft eher wie ein Coach.“ Die Supervisorin hörte mir zu und sagte nur einen Satz: „Dann sei doch einer.“
Dieser Satz blieb.
Ich begann noch während des Schuljahres meine Ausbildung zur Familiencoachin. Parallel zum Unterrichten, parallel zum Familienalltag.
Heute arbeite ich nicht mehr als Lehrerin. Ich arbeite als Begleiterin für Familien und genau das verändert den Blick.
Ich arbeite nicht an Kindern, ich arbeite mit Eltern. Ich gebe keine Lösungen vor, ich begleite Prozesse.
Was mich antreibt (und manchmal ablenkt)
Ich bin gern draußen und genauso gern mittendrin. Ich lese am liebsten auf einen Rutsch, bastle viel, verliere mich in Gesprächen mit anderen Menschen und meinen eigenen Gedanken.
Ich mag es, Menschen kennenzulernen, verschiedene Perspektiven zu hören und zu sehen, wie Verbindungen entstehen, wo vorher keine waren. Vielfalt gibt mir Energie, Unterschiedlichkeit auch. Menschen, die anders denken, anders leben, andere Wege gehen haben mich schon immer fasziniert.
Reisen sind für mich Perspektivwechsel. Ich war vor den Kindern schon mehrfach mit dem Rucksack unterwegs – mehrere Wochen am Stück – und möchte noch viel von der Welt sehen. Unterwegs sein im Camperbus, Museen besuchen, Erholung in den Bergen oder am Strand – das gibt mir Energie und das Gefühl von Freiheit.
Die Begegnung mit Menschen, die ganz anders leben als ich, erweitert meinen Blick, schenkt mir Offenheit und lässt mich oft erkennen: Die Erde ist ein Schatz und unser Leben ein Geschenk.
Wenn du jetzt das Gefühl hast:
„Ja, mit dir möchte ich arbeiten!“
Dann freue ich mich riesig
mir direkt eine Nachricht. Ich freu mich auf dich!
