Diesmal kommt der Rückblick im Doppelpack – ich war im Mai einfach zu sehr im Trubel, um rechtzeitig zum Schreiben zu kommen. Aber besser spät als nie, denn in beiden Monaten war viel los, die Frühlingsenergie hat mich ordentlich aktiviert, könnte man sagen. Aber lest selbst…
🌳 Mai: Konfirmation, Wald und ganz viel Familie
Der Mai war einer dieser Monate, bei dem man erst beim Zurückschauen merkt, wie viel eigentlich drin steckte.
Familie & Freizeit- von Konfi bis Escape
Der 1. Mai hat bei uns Tradition: Wandern mit Freunden. Jedes Jahr übers Hufeisen nach Waldrode, wo einmal im Jahr richtig was los ist.. Und danach war ich zum zweiten Mal in meinem Leben am Eröffnungstag im Freibad – ich glaube, das muss jetzt auch Tradition werden. 😄




Der eigentliche Höhepunkt des Monats war das Wochenende rund um die Konfirmation meines Sohnes. Samstag haben wir zu Hause alles vorbereitet, dann kam das Abendmahl und als Kontrast dazu waren Alex und ich noch auf einem Rockkonzert im Nachbarort. Wie kann man sich Live-Musik entgehen lassen, wenn der Eintritt frei, das Wetter super und die Band gern gehört ist? Und der Sonntag? Perfektes Wetter, alles hat gepasst, die Gäste waren glücklich und – was mich am meisten gefreut hat – er selbst hatte wirklich einen tollen Tag. Krass war dann nur, dass er danach direkt auf Klassenfahrt gefahren ist. Von null auf hundert, quasi.

Zum Muttertag waren wir wieder auf dem Apfelblütenfest auf der Burg Brandenstein – einer dieser Ausflüge, die sich jedes Jahr richtig anfühlen. Den Weg zur Burg, den Ausblick und die entspannte Stimmung- ich liebe es einfach und wenn dann noch die ganze Familie dabei ist, herrlich!

Auch die Wächtersbacher Messe haben wir als Familie besucht. Jahrelang war das Tradition, dann haben die Jungs gelegentlich ausgesetzt und dieses jahr waren wir wieder zu viert unterwegs. Mit dieser Power kamen wir bei einem Escape Spiel von Nexus Exit auf die Bestenliste und ich habe im Stangenhängen bei der AOK sogar meinen jüngeren Sohn besiegt. Mamapower!



Business – Wald, Vortrag und Omega-3
Beruflich war der Mai sehr arbeitsam – und sehr draußenreich. Ich war regelmäßig im Jugendwaldheim und habe Module gegeben, dazu kam ein Aktionstag für die Tagespflege im Wald.
Mit dem Projekt „Wir und der Wald“ war ich im Rahmen einer Projektwoche in der Schule – die ganze Zeit draußen. Hat erstmal nach Herausforderung geklungen, aber wirklich gut funktioniert.
Zwei Health Events für Eqology zum Thema Omega-3 kamen dazu, und mein Mann und ich haben eine Fahrrad-Vortour gemacht, um zu schauen, wo ich mit den Schulkindern in den Wald kann und dabei Kilometer fürs Stadtradeln gesammelt.
☀️ Juni: Hitze, Erschöpfung und schöne Familienmomente
Der Juni fühlt sich für mich irgendwie verrückt an. Ich habe das Gefühl, alle Menschen um mich herum haben keine Zeit mehr, und manchmal liegt eine gewisse Aggressivität in der Luft. Was da im Kosmos so alles los ist?
Beruflich – zwischen Frust und Motivation
Ich war dreimal mit dem Projekt „Wir und der Wald“ in einer Schule. Bei allen Klassen hat es mir bis jetzt richtig Spaß gemacht – aber bei einer vierten Klasse war komplett kein Bock da. Keine Mitarbeit, kein Interesse. Das hat alte Gefühle aus meiner Zeit als Lehrerin wieder hochgeholt: dieses Ohnmachtsgefühl, wenn einfach niemand mitziehen will. Ich bin so froh, dass das nicht mehr täglich zu meinem Alltag gehört!!!
Im Jugendwaldheim war ich auch oft und mit einer Kindergruppe unter dem Motto „Waldabenteuer“ ebenfalls im Wald. Unser Waldsamkeitsevent musste wegen zu wenig Anmeldungen leider abgesagt werden – aber Brigitte und ich waren trotzdem gemeinsam im Wald und es tut einfach so gut. Ich hoffe, wir finden für die Interessierten einen anderen, passenden Termin.
Ein weiteres Highlight: die Waldjugend im Jugendwaldheim begleiten. Die Kinder dort sind so motiviert – das tut richtig gut nach der frustrierenden Erfahrung mit der vierten Klasse. Zudem gibt es mir immer Hoffnung, zu sehen, wie viel Wissen und Interesse Kinder und Jugendliche an Natur haben können und nicht nur an Handy und Co. denken.
Dazu kam noch ein weiteres Health Event zum Thema Omega-3 für Eqology, und in der Kita habe ich ein Wiesenprojekt begleitet – mitten in dem Wetterchaos zwischen Sonne und Regen, das den ganzen Monat geprägt hat und am Ende in Hitze übergegangen ist.
Familie & Persönliches- zwischen Adel und Ahnen
Ein richtiger Lichtblick war unser Familientreffen: Zwei Geschwister meines vor über zwanzig Jahren verstorbenen Opas waren da und ganz viele Cousinen und Cousins meiner Mama– viele Menschen, die ich kaum kannte. Es war trotzdem oder vielleicht deshalb ein wunderschöner Tag, an dem sich alle an Gemeinschaft erfreut haben.
Die Proben für die historische Dorfführung im Rahmen unser Kerb im August haben begonnen – wir spielen dieses Jahr im Jahr 1726, und ich bin eine Gräfin! Dafür habe ich mir extra ein Kostüm mit Reifrock ausgeliehen. Das wird spannend, vor allem wenn die Temperaturen den jetzigen ähneln sollten…
Wir waren auf dem Hessentag – einmal mit unserem großen Sohn, einmal zu zweit beim Sarah Connor Konzert, was wirklich schön war. Die neunjährige Tilda, die zusammen mit ihr auf der Bühne gesungen hat, war sehr berührend und die Kulisse in Fulda auf dem Domplatz einfach toll!
Schulisch und sportlich gab es auch Großes: Mein großer Sohn hatte einige Abschlussveranstaltungen des zehnten Schuljahres am Gymnasium- krass seine Schilpflicht ist vorbei! Und mein Jüngerer hat die mit seiner Mannschaft die Qualifikation für die Landesliga U16 Basketball geschafft! Da bin ich wirklich stolz auf die beiden!
Mit Beginn des Hitze-Wochenendes hatte ich Geburtstag und in Hessen starteten die Sommerferien – perfektes Timing. Ich habe dieses Wochenende mit drei Frauen, die ich in der Naturpädagogikausbildung kennengelernt habe, in Fulda verbracht und mal wieder in unserem Camper- Bus geschlafen- ließ sich erstaunlich gut aushalten.
Mein Fazit zu Mai und Juni
Wenn ich auf diese beiden Monate zurückblicke, war es vor allem eines: eine anstrengende, arbeitsame Zeit. Die großen Wetterschwankungen – Hitze, Regen, dann wieder kalt – haben uns allen ganz schön zugesetzt, nicht nur mir.
Und trotzdem: Die Zeit draußen in der Natur ist und bleibt für mich einfach wunderbar. Bis auf die Zecken mittlerweile – ich habe inzwischen wirklich schon an die zehn Stück gesammelt. 😅 Das gehört wohl einfach dazu, wenn man so viel im Wald unterwegs ist.
Was im Mai & Juni auf dem Blog war
Im Mai sind hier auf dem Blog drei Beiträge erschienen:
- Warum ich „Schulzeit in Balance“ entwickelt habe
- Von erschöpfenden Machtkämpfen hin zu Leichtigkeit im Familienalltag — Kathrins Geschichtehttps://nicole-schrempf.de/warum-kinder-heute-schwerer-schule/
- „Kinderkram für alle!“ – warum Spielen so wichtig ist
- „Warum haben es Kinder heute so viel schwerer in der Schule als wir früher? – Meine Antwort darauf“
Ausblick auf den Juli
Mein Mann hat drei Wochen Urlaub – darauf freue ich mich riesig, denn das bedeutet für mich vor allem eines: eine wirkliche Auszeit.
Eine Woche geht es an die Nordsee, in die Nähe unserer geliebten ostfriesischen Inseln. Dort treffe ich mich auch mit Kirsten aus der Coaching-Ausbildung – darauf freue ich mich riesig.
Im Jugendwaldheim begleite ich die Ferienspiele, bei denen auch mein Mann als Betreuer dabei ist – übrigens genau dort haben wir uns vor vielen, vielen Jahren kennengelernt. Ein bisschen wie nach Hause kommen.
Wie jedes Jahr findet am zweiten Juli-Wochenende unser Sandstraßenfest quasi direkt vor der Haustür statt, und wir sind außerdem zu einem großen Geburtstag eingeladen.
Aber das Wichtigste: Urlaub, wirkliches Abschalten, Energie auftanken. Darauf freue ich mich am meisten.
Worauf freust du dich im Juli am allermeisten?